
Brix
Sidekick aus Begeisterung und schlechten Ideen
Stimmkategorie
Trickfilmstimmen stehen und fallen mit dem Kontrast. Ein winziger hektischer Sidekick neben einem langsamen, riesigen Schurken ist komisch; zwei mittlere Stimmen sind es nicht. CastDub lässt dich die ganze Spannweite in einem Projekt besetzen, sofort gegeneinander hören und alles austauschen, was nicht trägt.

Brix
Sidekick aus Begeisterung und schlechten Ideen

Pip
Kleines Chaosgeschöpf, meint es gut

Grit
Monster mit einem Brustkorb von der Größe eines Busses

Bellhop
Nebenfigur, die sich absichtlich wiederholt
Die Hörproben sind Platzhalter, solange das öffentliche Demo-Audio noch produziert wird. Jede Stimme ist in jedem Tarif verfügbar – die Bibliothek ist keine Bezahlschranke.
Trickfilmstudios besetzen ein Ensemble wie eine Komponistin für Instrumente schreibt: Die Stimmen sollen trennbar sein. Man hört es in jeder langlebigen Serie – die Figuren belegen verschiedene Tonlagen, verschiedene Sprechtempi, verschieden viel Luft. Dafür braucht es keine teuren Stimmen, sondern bewusste Spreizung.
Wenn eine selbstgebaute Trickfilmtonspur matschig klingt, liegt es fast immer daran, dass alle Figuren aus demselben schmalen Band angenehmer, neutraler Stimmen besetzt wurden. Die Abhilfe fühlt sich zuerst falsch an: Nimm eine Stimme, die zu hoch ist, eine, die zu tief ist, und eine, die zu schnell redet. Hintereinander gehört wirken sie übertrieben. In der Szene wirken sie wie Figuren.
Drei Gewohnheiten machen den Unterschied. Erstens: eine Absicht pro Zeile – ein Satz, der von Entzücken zu Entsetzen kippt, wird als Mittelwert aus beidem gesprochen. Teil ihn. Zweitens: Satzzeichen sind Regie. Ein Punkt macht eine echte Pause, drei Punkte eine längere, ein Fragezeichen hebt das Ende. Drittens: Schreib die Interjektionen aus. „Ach.“ als eigene Zeile wird zur Darbietung, „(stöhnt)“ wird zu gar nichts, denn gesprochen wird der Text, nicht die Regieanweisung.
Die vierte Gewohnheit ist deutschspezifisch und weniger offensichtlich. Trickfilmskripte stecken voller erfundener Namen und Wortschöpfungen, und Deutsch bildet Komposita am laufenden Band. Genau die rät eine Sprachsynthese am ehesten falsch, weil sie die Fugen im Wort finden muss, bevor sie die Betonung setzen kann. Bei „Drachenbeschwörungsritual“ hilft ein Bindestrich als Nahtstelle – Drachen-Beschwörungs-Ritual – und hörbar ist der Unterschied nicht. Eine Aussprache-Einstellung gibt es nicht; prüf die erfundenen Wörter zuerst, schreib die falsch gelesenen um oder setz Bindestriche, und nutz diese Schreibung überall.
Wer allein arbeitet, baut meist zuerst den Ton, weil das Animieren auf eine festgezurrte Tonspur ungleich leichter ist als umgekehrt. Dieser Ablauf passt gut hierher: erst die Darbietung richtig machen, dann die Stems exportieren (in Pro), dann die Münder auf Audio animieren, das sich nicht mehr ändert.
Läuft es bei dir andersherum und das Bild steht schon, nimm den Untertitel-Export (Plus und Pro), um die Zeilen auf der Zeitachse zu platzieren, und pass danach das Tempo pro Zeile an die Lücken an. Das ist Fummelarbeit, aber schneller als jede Neuaufnahme.
Es ahmt keine bestimmte kommerzielle Trickfilmstimme nach, und wir bauen davon auch keinen Klon. Das ist Richtlinie und praktische Grenze zugleich: Stimmen, die nach einer bekannten Figur klingen, sind der kürzeste Weg zur Löschung, und im deutschsprachigen Raum sitzen zwischen dir und der Originalfigur zusätzlich die Rechte des Synchronstudios.
Es erfindet auch kein komisches Timing, das du nicht geschrieben hast. Gesprochen wird die Zeile, die du gibst, im Tempo, das du verlangst. Wenn der Witz auf dem Papier nicht steht, sagt dir das Anhören es unmissverständlich – und das ist womöglich das Nützlichste, was ein Werkzeug dieser Art leistet.
Trickfilmkomik lebt von Reaktionen, also schreib die Reaktionen als eigene Zeilen statt als Regieanweisung. Eine eigene Zwei-Wort-Zeile bekommt eine eigene Darbietung, ein Einschub in Klammern bekommt gar nichts.
Nimm Stimmen, die in Tonhöhe und Tempo weit auseinanderliegen. Wenn zwei Figuren viele Zeilen wechseln, muss man sie mit geschlossenen Augen unterscheiden können – im Hörspiel zählt kein anderer Test.
Prüf jede Kandidatin an derselben Pointe, nicht an einem neutralen Satz. Eine Stimme, die Erklärtext wunderbar liest, kann eine Pointe restlos plattmachen.
Komik ist Timing. Mach den großen Schurken langsamer und den Sidekick schneller – mit Tempo pro Zeile in Plus und Pro –, und setz in Pro die Emotion pro Zeile, damit Panik als Panik ankommt und nicht als Lautstärke.
Nimm den fertigen Mix zum schnellen Herzeigen oder in Pro die Stems pro Figur, wenn du zum Ton animierst und einzelne Zeilen verschieben musst.
Ja – die Bibliothek hat Charaktere an beiden Enden der Spanne, und in Plus und Pro lässt sich mit dem Tempo nachschärfen. Eine Tonhöhen-Steuerung gibt es nicht, und eine neutrale Erwachsenenstimme um drei Oktaven verschoben würde ohnehin nach Effekt klingen. Fang bei einem Charakter an, der schon nah dran ist.
Ja, und das ist einer der häufigsten Einsätze. Halt das Tempo langsamer, als sich richtig anfühlt, und stapel nicht drei hohe Stimmen hintereinander – auf kleinen Lautsprechern ermüdet das schnell. Die deutsche Kinderhörspiel-Tradition, von der Kassette bis zur ARD Audiothek, macht genau das seit Jahrzehnten vor: wenige, klar getrennte Stimmen, viel Ruhe dazwischen.
Nicht innerhalb eines Renders. Übereinanderliegender Dialog ist eine Mischentscheidung, also exportier die Stems und leg sie im Editor übereinander. Den Stem-Export gibt es in Pro.
Figuren leben innerhalb eines Projekts und wandern nicht mit. Leg also ein Projekt pro Folge an und wähl jedes Mal denselben Bibliotheks-Charakter, dasselbe Kurzprofil und dieselbe Grundemotion. In einem neuen Projekt ist dieselbe Stimme nicht garantiert – hör dir die erste Zeile der Figur an, bevor du Folge vier exportierst.
Der echte Engpass ist dein Guthaben, und das wird bei jedem Export in Zeichen des Skripts gezählt. Free gibt einmalig rund 5 Minuten – ein Probetopf, kein Monatskontingent –, die bezahlten Tarife setzen sich monatlich zurück: Basic 60, Plus 200, Pro 500, jeweils geschätzt. Jeder Export zählt das ganze Skript erneut, plan also nach Zeichenzahl und exportier, wenn die Folge fertig ist. Erzeugen und Anhören verbrauchen kein Guthaben, sind aber auf eine Zahl von Zeilen pro 24 Stunden begrenzt.
In jedem bezahlten Tarif ja – die kommerzielle Nutzung ist enthalten. Free ist ausschließlich für private, nichtkommerzielle Nutzung.
Füge ein Skript ein, lass CastDub jeder Figur eine Stimme geben und exportier ein fertiges Hörspiel.
Kostenlos startenKeine Kreditkarte. Free gibt dir ein einmaliges Guthaben.