
Cass
Seventeen and furious about it, in a good way
Workflow
Vertical Drama lebt von Menge und Tempo – achtzig Folgen à neunzig Sekunden, produziert in Wochen, verbreitet in mehreren Sprachen. Der Engpass ist fast nie der Dreh. Es sind die Dialogspuren: sie herzustellen und über die ganze Serie gleich zu halten.
Die Hauptfigur muss in Folge eins und Folge achtzig identisch klingen, auch wenn Wochen dazwischen liegen. Das deutsche Publikum kennt das Prinzip aus der Synchronisation als feste Stimme für einen Star. Figuren leben innerhalb eines Projekts; diese Konsistenz kommt deshalb aus einer Besetzungsliste – für die Hauptfigur in jedem Folgenprojekt derselbe Bibliotheks-Charakter mit demselben Kurzprofil – und daraus, vor jedem Export ihre erste Zeile anzuhören.
Produktionspläne für Kurzserien haben keinen Platz, um pro Folge Sprachaufnahmen zu buchen. Eine umgeschriebene Szene lässt sich am selben Nachmittag neu vertonen – und nur so funktioniert der Zeitplan dieses Formats.
Weil die Untertitel aus dem Skript entstehen und nicht aus einer Transkription, sind sie korrekt und bereits synchron. Für ein Format, das über viele Plattformen mit je eigenen Untertiteldateien verbreitet wird, spart das echte Arbeit. Den SRT-Export gibt es ab Plus.
Kurzserien-Szenen sind dialogdicht, und die Nebenrollen wechseln ständig. Eine fünfte Sprechrolle kostet hier nichts – ab Plus ist die Besetzung pro Projekt unbegrenzt –, während sie in einem Aufnahmeablauf eine zusätzliche Buchung bedeutet.

Cass
Seventeen and furious about it, in a good way

Ashford
Velvet-voiced villain who apologises before he ruins you

Seraphine
Court princess whose politeness is a weapon

Tess
Australian lead with a flat, dry delivery

Ezra
Visual-novel love interest with a two-second pause before honesty

Hazel
Mum voice: patient, then suddenly not

Indie
TikTok voiceover: fast, flat, faintly amused

Torvald
Knight commander who gives orders that men actually follow
Ein Projekt ist ein Skript, und jeder Export zählt das ganze Projekt – eine Serie in einem Projekt würde jedes Mal die ganze Serie abrechnen, wenn sich eine Folge ändert. Führ eine Besetzungsliste und wähl in jedem Folgenprojekt dieselben Bibliotheks-Charaktere.
Zwei oder drei Hauptrollen tragen die Serie und verdienen echtes Vorsprechen. Nebenrollen sind in Sekunden besetzt. Leg die Hauptrollen in jeder Folge zuerst an und hör vor dem Export ihre ersten Zeilen – ein neues Projekt gibt ihnen nicht garantiert dieselben Stimmen.
Nach einer Bildänderung bearbeitest du die betroffenen Zeilen und erzeugst nur diese neu; der Rest der Folge behält sein Audio. Danach exportierst du die Folge noch einmal.
Kurzserien sind schnell geschnitten. Heb das Tempo leicht über Gesprächstempo – mit Tempo pro Zeile in Plus und Pro – oder kürze die Zeilen, damit der Dialog in den Einstellungen sitzt.
Dialog muss unter Musik und Effekte gemischt werden; eine fertig gemischte Spur ist in einem schnellen Schnitt unbrauchbar. Stems gibt es in Pro.
Eine SRT pro Folge, direkt aus dem Skript, bereit für jede Plattform, die eine verlangt.
Vertical Drama presst einen vollständigen melodramatischen Bogen in Folgen von sechzig bis hundertzwanzig Sekunden, täglich veröffentlicht, über Dutzende oder Hunderte Folgen. Das Produktionsmodell ist näher an der täglichen Vorabendserie als am Kinofilm: schneller Dreh, feste Sets, viel Handlung über Dialog und ein Zeitplan, der davon ausgeht, dass kein Schritt länger als einen Tag dauert.
Im deutschsprachigen Raum kommt das Format bisher vor allem über Apps an, die Serien aus China und den USA mit deutscher Synchronisation oder deutschen Untertiteln anbieten, und erste Produktionen entstehen direkt für den hiesigen Markt. In beiden Fällen gilt dieselbe Rechnung: Pro Folge eine Sprachaufnahme zu buchen, ist unmöglich, wenn täglich Folgen erscheinen, und die internationale Verwertung bedeutet, dass jede Serie gleichzeitig in mehreren Sprachfassungen existiert.
In einer Serie mit achtzig Folgen hört das Publikum die Hauptfigur öfter als jedes andere Element. Jede Veränderung dieser Stimme fällt sofort auf und wirkt wie ein Produktionsfehler, auch wenn sonst alles stimmt.
Deutsche Zuschauerinnen sind dafür besonders empfindlich. Die Synchronbranche hat über Jahrzehnte das Prinzip der festen Stimme gepflegt, bei dem ein Star über viele Filme hinweg dieselbe deutsche Stimme behält, und wenn diese Stimme wechselt, wird darüber öffentlich gesprochen. Aufnahmeabläufe sichern Konsistenz, indem sie dieselbe Person buchen, und holen sich damit ein Verfügbarkeitsrisiko ins Haus. Hier liegt das Risiko woanders: Figuren leben innerhalb eines Projekts, die Besetzung jeder Folge wird also neu gewählt. Wähl sie nach einer schriftlichen Besetzungsliste, leg die Hauptrollen jedes Mal in derselben Reihenfolge an und hör vor dem Export die erste Zeile der Hauptfigur, denn ein neues Projekt landet mit einer Figur nicht garantiert bei derselben Stimme. Bei einer langen Serie ist diese Prüfung von einer Minute mehr wert als die Zeitersparnis pro Folge.
Die häufigste Beschwerde über synchronisierte Kurzserien ist, dass die Stimmen vom Bild losgelöst klingen. Meist liegt das am Tempo, nicht an der Darbietung. Kurzserien sind schnell geschnitten, die Zeilen landen dicht an den Bildwechseln, und Dialog in Gesprächstempo schwimmt in diesen Einstellungen.
Dazu kommt beim Deutschen die Länge. Eine Zeile, die im Original zwei Sekunden dauert, braucht in wörtlicher Übersetzung oft drei, und Verbklammer oder Nebensatz schieben das Entscheidende ans Zeilenende, wo längst der nächste Schnitt kommt. Das Tempo leicht anheben und die Zeilen im deutschen Dialogbuch kürzen, behebt das meiste.
Die zweite Stellschraube ist die Mischung: Synchrondialog, der zu sauber und zu präsent ist, sitzt auf dem Bild statt darin, und ein wenig Raumton darunter bewirkt mehr für die Glaubwürdigkeit als jede Neuvertonung.
An zwei Stellen. Übersetzung und Dialogbuch, eine Schreibarbeit, die Urteilskraft über Idiomatik, Register und Du oder Sie verlangt und die keine Pipeline automatisieren sollte. Und die emotionalen Höhepunkte – die Konfrontation, auf die die ganze Serie hingearbeitet hat –, bei denen eine Darbietungsentscheidung die Szene trägt.
Eine praktikable Aufteilung für eine kommerzielle Serie: alles erzeugen, dann die fünf oder sechs Szenen über achtzig Folgen hinweg finden, auf die es wirklich ankommt, und diese mit Synchronsprechenden aufnehmen. Das kostet einen Bruchteil einer vollständigen Synchronisation und schützt die Momente, für die das Publikum da ist.
Produktionen von Kurzserien wechseln ihr Personal schnell – Autorinnen, Cutter und Producer rotieren zwischen Serien, oft mitten in der Staffel. Was diese Rotation übersteht, ist Dokumentation, und eine Besetzungskartei ist die billigste Versicherung, die sich eine Serie leisten kann.
Sie braucht sehr wenig: eine Seite pro wiederkehrender Figur mit dem Bibliotheks-Charakter, der sie spielt, Kurzprofil, Geschlecht und Altersgruppe, emotionaler Grundlage, Anrede – wen duzt sie, wen siezt sie – und der Schreibweise, auf die ihr euch für Namen geeinigt habt, die die Engine falsch liest. Figuren wandern nicht von Projekt zu Projekt; wer in Woche sechs dazukommt, baut die Besetzung jeder Folge nach dieser Seite auf, statt neu zu wählen, hört vor dem Export die erste Zeile der Hauptfigur, und die Hauptfigur bleibt in Folge achtzig dieselbe wie in Folge eins.
Der Fehler, den das verhindert, ist konkret und häufig. Ein neuer Cutter wählt unter Zeitdruck eine Stimme, die für ihn richtig klingt, für eine Figur, die er kaum gehört hat. Es ist nicht ganz dieselbe Stimme. Während der Produktion merkt es niemand, beim Release merken es alle.
Wer eine Folge pro Tag produziert, kann nicht alles anhören; die Prüfung muss gezielt sein. Drei Prüfungen fangen die meisten Probleme: die ersten fünfzehn Sekunden jeder Folge hören, weil dort abgesprungen wird; jede Szene hören, in der eine neue Figur auftaucht, weil sich dort Besetzungsfehler verstecken; und jede Szene stichprobenartig prüfen, die nach einer Bildänderung neu vertont wurde, weil dort die Synchronität verrutscht.
Alles andere lässt sich per Stichprobe prüfen. Es geht darum, die knappe Hörzeit dort einzusetzen, wo Fehler wahrscheinlich und teuer sind, statt sie gleichmäßig zu verteilen und nichts zu finden.
Free
US$0 / Monat
Hör, wie dein Skript besetzt klingt, bevor du irgendetwas bezahlst.
Basic
US$5 / Monat
Die ganze Stimmbibliothek öffnen und fertiges Audio mitnehmen.
Plus
US$19 / Monat
Führ das Tempo selbst: ein Geständnis langsamer, einen Streit schneller.
Pro
US$29 / Monat
Der Tarif fürs Hörspiel: jede Zeile mit eigener Emotion, jede Figur mit eigener Spur.
Nein. Der Dialog entsteht in dem Tempo, das du einstellst; ihn an Mundbewegungen anzupassen, ist Schnittarbeit, und bei Material, das in einer anderen Sprache gedreht wurde, bestenfalls eine Annäherung. Das deutsche Publikum ist durch die Kinosynchronisation an sehr genaue Lippensynchronität gewöhnt, bei vertikalen Kurzserien aber deutlich nachsichtiger – sie werden auf dem Handy, oft mit Untertiteln und in hohem Tempo geschaut.
Nein. Die Übersetzung ist ein eigener Schritt und gehört in die Hände von jemandem, der das Register trifft – Kurzserien-Dialog ist idiomatisch, und maschinell übersetzt liest er sich schlecht. In der deutschen Synchronbranche heißt das Dialogbuch, und es ist ein Handwerk: Deutsche Sätze sind meist deutlich länger als englische oder chinesische, also muss beim Übertragen gekürzt werden, damit die Zeile in die Einstellung passt. Bring das fertige deutsche Buch mit und vertone daraus.
Neun: Englisch, Mandarin, Japanisch, Koreanisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Deutsch und Russisch, und jede Figur spielt in allen neun. Ein Projekt übernimmt seine Sprache von der Oberfläche, in der es angelegt wurde; eine zweite Sprachfassung ist also ein zweites Projekt, angelegt in der Oberfläche dieser Sprache, mit denselben neu gewählten Bibliotheks-Charakteren. Wie viele verschiedene Stimmen hinter der Besetzung stehen, unterscheidet sich je Sprache – auf Deutsch sind es bis zu 20 pro Projekt, zehn aus dem deutschen Sprachraum und zehn mehrsprachige Stimmen, die auch einer kleinen Besetzung zugeteilt werden können. Untertitel, ab Plus, decken die Märkte ab, die du nicht synchronisierst.
Gib ihr die Besetzungsliste – Bibliotheks-Charakter, Kurzprofil, Geschlecht und Altersgruppe für jede wiederkehrende Rolle – und lass sie die Besetzung jeder Folge daraus aufbauen, statt Stimmen nach Gehör auszuwählen. Figuren wandern nicht von Projekt zu Projekt; das ist deshalb die wichtigste Prozessregel für eine lange Serie, und sie gehört schriftlich in euer Produktionsdokument, zusammen mit einer zweiten: vor dem Export die erste Zeile jeder Hauptfigur anhören.
Pro. Eine unbegrenzte Besetzung gibt es ab Plus, aber der Stem-Export – eine Spur pro Figur, auf die eine Serienmischung angewiesen ist – nur in Pro. Achtzig Folgen à neunzig Sekunden sind rund zwei Stunden fertiges Audio und passen bequem in die 500 Minuten, die Pro jeden Monat bereitstellt.
Ja, und manche Produktionen tun das für Nachaufnahmen und für Figuren, deren Darstellerin nicht verfügbar ist. Aufgenommenen und erzeugten Dialog für dieselbe Figur in derselben Serie zu mischen, fällt allerdings auf; beschränk es auf getrennte Figuren.
Füge ein Skript ein, lass CastDub jeder Figur eine Stimme geben und exportier ein fertiges Hörspiel.
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