
Cass
Seventeen and furious about it, in a good way
Workflow
Fanfiction ist dialoglastig, figurengetrieben und gewaltig im Umfang. Damit ist sie die Prosa, die sich am allerbesten zum Hören eignet – und zugleich die, die von Werkzeugen mit einer einzigen Vorlesestimme am schlechtesten bedient wird.
Fanfiction wird gelesen statt gehört, weil eine einzelne Vorlesestimme genau das plattdrückt, weswegen man sie liest: die Dynamik zwischen zwei ganz bestimmten Figuren. Getrennt besetzt, ist diese Dynamik wieder da – und das kostet Minuten statt einer Aufnahmesession.
Fanfiction ist kein Skript. CastDub liest wörtliche Rede mit Begleitsätzen wie „flüsterte sie“ und macht daraus Figurenzuweisungen. Du kannst ein Kapitel also direkt aus deinem Dokument einfügen, ohne irgendetwas umzuformatieren.
Eine Longfic mit hunderttausend Wörtern bedeutet Dutzende Render-Sitzungen und sinnvollerweise Dutzende Projekte. Figuren leben innerhalb eines Projekts; Konsistenz entsteht also, indem du im Projekt jedes Kapitels dieselben Bibliotheks-Charaktere und Kurzprofile wählst und vor dem Export die ersten Zeilen der Hauptfiguren anhörst – denn das Abdriften zwischen Kapiteln ist genau die Stelle, an der die meisten langen Podfic-Projekte sterben.
Ein Mix für den Podfic-Post, ab Plus eine SRT für die Videofassung auf einer Plattform, die Untertitel belohnt, in Pro Stems, wenn du Musik darunterlegen willst. Nichts an der Ausgabe setzt eine Profi-Produktion voraus.

Cass
Seventeen and furious about it, in a good way

Ezra
Visual-novel love interest with a two-second pause before honesty

Lumen
VTuber persona: cute on top, deadpan underneath

Koji
Rival character: clipped, competitive, secretly loyal

Sable
Noir detective narrating her own bad decisions

Wren
Bedtime-story narrator, slow and warm, never wakes anyone up

Ashford
Velvet-voiced villain who apologises before he ruins you

Tess
Australian lead with a flat, dry delivery
Prosa, kein Skript. Wörtliche Rede mit Redebegleitsätzen ist genau das Format, für das die automatische Besetzung gebaut ist.
In Prosa ist die Zuordnung öfter mehrdeutig als im Skript. Überflieg die Zuweisungen einmal vor dem Rendern – das geht schneller als hinterher korrigieren.
Die Erzählstimme trägt die Prosa und muss sich deutlich von jeder Figur abheben. Besetz sie zuerst, dann die zwei, drei Figuren, die die Geschichte tragen.
Notier, welchen Bibliotheks-Charakter und welches Kurzprofil jede Rolle bekommen hat – vor Kapitel zwei, nicht nach Kapitel zwanzig. Figuren wandern nicht von Projekt zu Projekt; aus dieser Liste baust du die Besetzung jedes Kapitels neu auf.
Fanfiction lebt von ganz bestimmten emotionalen Auflösungen. Markier diese Zeilen (Emotion pro Zeile gibt es in Pro) und lass den Rest neutral – dieser Kontrast ist das, weswegen man liest.
Ein Projekt pro Kapitel, veröffentlicht so, wie die Geschichte veröffentlicht wird. Eine Überarbeitung kostet dann auch nur den Export eines Kapitels. Hör vor dem Export die erste Zeile jeder Hauptfigur an, denn derselbe Bibliotheks-Charakter bekommt in einem neuen Projekt nicht garantiert dieselbe Stimme.
Podfic – vorgelesene Fanfiction – gibt es, seit Fandoms Audio hosten können, und es war immer durch dasselbe begrenzt: Aufnehmen dauert so lange wie Hören, plus Schnitt. Eine Geschichte mit 10.000 Wörtern ist auf Deutsch gut eine Stunde fertiges Audio und mehrere Stunden Arbeit, gesprochen von einer einzigen Person, die jede Figur übernimmt. Im deutschsprachigen Raum ist Podfic deshalb bis heute eher eine Randerscheinung, obwohl hier unzählige Geschichten auf fanfiktion.de, AO3 und Wattpad entstehen.
An der Nachfrage lag es nie. Fanfiction ist ungewöhnlich dialogdicht, um die Beziehung zwischen zwei oder drei bestimmten Figuren gebaut und wird genau in den Situationen gelesen, die Audio bedient: auf dem Weg zur Uni, beim Aufräumen, vor dem Einschlafen. Sie eignet sich wohl besser fürs Hören als die meiste verlegte Literatur und ist nur deshalb unterversorgt, weil die Produktion Handarbeit ist.
Die Figuren getrennt zu besetzen, leistet etwas, das eine Einzelperson am Mikrofon nicht kann: Eine Zweierszene klingt tatsächlich nach zwei Menschen. Das ist exakt das, weswegen Leserinnen und Leser da sind, und genau das geht mit einer einzelnen Vorlesestimme zwangsläufig verloren.
Ein Drehbuch nennt jede sprechende Figur. Prosa nicht. Sie arbeitet mit Redebegleitsätzen und lässt sie weg, sobald sich ein Rhythmus eingestellt hat, sodass eine Seite Schlagabtausch nach den ersten zwei Zeilen womöglich ohne einen einzigen Namen auskommt. Menschliche Lesende folgen dem mühelos, eine automatische Erkennung nicht.
Deutsch hat dabei eigene Fallen. Die klassische: „Sie“ am Satzanfang kann die Anrede sein, eine Frau oder mehrere Personen, und nur der Zusammenhang entscheidet. Die zweite ist fandomtypisch: Figuren werden über Beinamen statt Namen geführt – „der Blonde“, „der Ältere“, „die Heilerin“ –, damit sich die Namen nicht wiederholen. Lange Wortwechsel ohne Zuschreibung, Gespräche zu dritt und genau diese Beinamen sind die verlässlichen Stolperstellen. Die Zuweisungen zu überfliegen kostet zwei Minuten und spart ein Neu-Rendern.
Es gibt auch eine Lösung auf der Schreibseite: Wenn du die Geschichte selbst schreibst und daraus Audio machen willst, halte die Zuschreibung ein wenig deutlicher, als der Prosastil verlangt. Lesende merken davon fast nichts, und das Problem verschwindet vollständig.
Die Normen von Fandoms rund um transformative Arbeit sind informell, werden aber ernst genommen, und das Aufkommen erzeugter Stimmen hat viele zu Recht misstrauisch gemacht. Drei Gewohnheiten halten dich auf der richtigen Seite: vor dem Vertonen die Autorin fragen, sie im Post nennen und offenlegen, dass die Stimmen KI-erzeugt sind.
Das Offenlegen zählt mehr, als man denkt. Communitys, die einen erzeugten Podfic gern hören würden, reagieren schlecht, wenn sie es erst hinterher herausfinden – und die Reaktion gilt der Ehrlichkeit, nicht der Technik. Eine klare Kennzeichnung im ersten Satz der Beschreibung erledigt das.
Die harte Grenze ist wiederum das Klonen echter Stimmen. Klonen ist noch nicht freigeschaltet und wird echte Sprechende hier nie umfassen, es ist das, wogegen Rechteinhaber tatsächlich vorgehen, und ein Fandom, das dafür bekannt wird, verliert die Duldung, von der transformative Arbeit überhaupt lebt.
Denk in Kapiteln, nicht in Werken. Ein Kapitel ist eine Einheit zum Veröffentlichen, zum Neu-Rendern und zum Probehören, und wer das Projekt so organisiert, verhindert, dass eine Longfic unbeherrschbar wird.
Kalkulier in Zeichen, nicht in Wörtern. Abgezogen werden beim Download die Zeichen des ganzen Projekts, bei jedem Export aufs Neue; die Minuten in den Tarifen sind nur die Umrechnung davon. Als Faustregel ergeben auf Deutsch rund 850 Zeichen Text eine Minute fertiges Audio; eine Normseite mit 1.800 Anschlägen ist also gut zwei Minuten, ein Kapitel mit 5.000 Wörtern etwa vierzig. Genau diese Rechnung – und dass ein zweiter Export noch einmal zählt – geht bei den meisten beim ersten langen Projekt schief.
Podfic hat eigene Verbreitungsgewohnheiten, und es lohnt sich, ihnen zu folgen. AO3 nimmt Podfic als eigenes Werk an, das Audio selbst liegt woanders und wird verlinkt – meist bei einem allgemeinen Datei-Hoster oder in einem Podcast-Feed. fanfiktion.de ist eine Textplattform; dort bleibt die Geschichte, und ein Hinweis im Vorwort des Kapitels führt zur Audiofassung, sofern die Plattformregeln den Link erlauben. Gehört wird es dann vor allem dort, wo das Fandom ohnehin redet: auf Discord-Servern, in Tumblr-Kreisen und zunehmend über kurze Ausschnitte auf TikTok und Instagram.
Rechne mit einem kleineren Publikum als bei der Textfassung, aber mit einem treueren. Podfic-Hörende folgen eher bestimmten Pairings und bestimmten Vertonenden als dass sie stöbern; präzise Tags zählen deshalb mehr als Masse. Ein sauber getaggtes Kapitel an dem Ort, an dem das Fandom schon spricht, schlägt zehn Kapitel ins Leere.
Gib dem Post eine ordentliche Beschreibung: Fandom, Pairing, Länge in Minuten, ob die Stimmen erzeugt sind, und die Autorin mit Link. Die Länge in Minuten ist das Feld, nach dem Menschen tatsächlich entscheiden – und fast niemand gibt sie an.
Free
US$0 / Monat
Hör, wie dein Skript besetzt klingt, bevor du irgendetwas bezahlst.
Basic
US$5 / Monat
Die ganze Stimmbibliothek öffnen und fertiges Audio mitnehmen.
Plus
US$19 / Monat
Führ das Tempo selbst: ein Geständnis langsamer, einen Streit schneller.
Pro
US$29 / Monat
Der Tarif fürs Hörspiel: jede Zeile mit eigener Emotion, jede Figur mit eigener Spur.
Fanfiction bewegt sich in einer geduldeten Grauzone, deren Weite vom Rechteinhaber abhängt, und die Umwandlung in Audio ändert daran nichts. Im deutschen Urheberrecht gibt es seit 2021 mit § 51a eine Erlaubnis für Pastiches; ob und wie weit Fanfiction darunter fällt, ist juristisch nicht abschließend geklärt, und eine Rechtsberatung ersetzt diese Seite nicht. Was sich durch Audio sicher ändert, ist die Sichtbarkeit: Audio- und Videofassungen reisen weiter als Text. Nichtkommerzielle, klar transformative Arbeit in einem Fandom, das sie toleriert, ist die etablierte Praxis; Ärger beginnt meist beim Geldverdienen.
Nein. Das ist die häufigste Anfrage auf dieser Seite, und die Antwort ist absolut. Stimmklonen ist ohnehin noch nicht freigeschaltet, und auch danach gilt: nie die Stimme einer Person, die eine Figur gesprochen hat. Die Stimme ist im deutschen Recht Teil des Persönlichkeitsrechts, und bekannte Synchronstimmen nachzubauen ist der schnellste Weg, dass ein Podfic verschwindet. Besetz stattdessen einen Bibliotheks-Charakter in einer ähnlichen Lage – das ist legal, es funktioniert, und niemand stört sich daran.
Wenn du die Geschichte einer anderen Person vertonst: frag. Auf AO3 steht in vielen Profilen eine pauschale Erlaubnis für transformative Werke; auf fanfiktion.de und Wattpad ist eine kurze private Nachricht der übliche Weg und wird fast immer beantwortet. Nenn die Autorin gut sichtbar in allem, was du veröffentlichst, mit Link zum Original.
Erwachseneninhalte zwischen erwachsenen Figuren liegen innerhalb unserer Bedingungen. Sexuelle Inhalte mit Figuren, die als minderjährig geschrieben sind, liegen außerhalb – unabhängig von Vorlage oder offiziellem Alter im Kanon –, und Konten, die so etwas erzeugen, werden geschlossen.
Das Rendern geht schnell. Die eigentliche Zeit fließt in das Prüfen der Sprecherzuordnung und ins Anhören. Für ein Kapitel mit 4.000 Wörtern rechne beim ersten Mal mit etwa einer halben Stunde echter Aufmerksamkeit, und mit deutlich weniger, sobald feststeht, welche Bibliotheks-Charaktere wen spielen.
Basic trägt die meisten Einzelprojekte mit einigen tausend Wörtern pro Kapitel. Eine Longfic mit hunderttausend Wörtern ist auf Deutsch grob dreizehn Stunden Audio; über mehrere Monate verteilt willst du dafür Plus, wegen der zusätzlichen Minuten und der unbegrenzten Besetzung.
Füge ein Skript ein, lass CastDub jeder Figur eine Stimme geben und exportier ein fertiges Hörspiel.
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